Erstes Mitarbeitergespräch

Das erste Mitarbeitergespräch ist immer ein besonderes und wichtiges Mitarbeitergespräch. Zwar zählen erste Unterhaltungen über Geschäftliches bereits als Mitarbeitergespräch, aber unter dem ersten Mitarbeitergespräch verstehen wir das erste offizielle Meeting oder Gespräch zur Vorstellung der neuen Führungskraft.

Das erste Mitarbeitergespräch muss sehr gut vorbereitet sein – es entscheidet nicht oft, ob man mit dem jeweiligen Mitarbeiter auf einer Wellenlänge liegt und somit entscheidet es auch oft darüber, ob die ersten 100 Tage als neue Führungskraft erfolgreich sind. Generell gelt natürlich auch beim ersten Mitarbeitergespräche die allgemeinen Regel zur Vorbereitung auf Mitarbeitergespräche.

Zusätzlich dazu empfiehlt es sich einen kurzen Gesprächsleitfaden zurecht zu legen. Welche Punkte will man unbedingt im Gespräch unterbringen und in welcher Reihenfolge machen sie Sinn? Die wichtigen Punkte des ersten Mitarbeitergesprächs hängen natürlich auch von dem Anlass ab – geht es leidglich um ein erstes informierendes Gespräch oder muss bereits ein Konfliktgespräch geführt werden.

Einführung zum ersten Mitarbeitergespräch

Generell ist es empfehlenswert, dass die neue Führungskraft sich zunächst einmal ausführlich vorstellt. Dabei könnte wichtig sein, was man vorher gemacht hat und gerne auch ein paar Informationen zum persönlichen Lebensstand (verheiratet, Kinder, ursprünglicher Wohnort etc.). Gerade die persönlichen Dinge erzeugen ein Grundvertrauen bei den neuen Mitarbeitern. Die Mitarbeiter werden denken, dass die neue Führungskraft  auch nur ein Mensch ist und möglicherweise ebenfalls Kinder hat.

Geben Sie Ihrem Mitarbeiter auch Zeit in der ersten Phase des Mitarbeitergesprächs sich selbst vorzustellen, dabei kann der jeweilige Mitarbeiter auch persönliches von sich preisgeben und/oder über seine Arbeit in der Abteilung sprechen.

Sicherheit geben im ersten Mitarbeitergespräch

In der zweiten Phase des ersten Mitarbeitergesprächs sollten Sie versuchen dem Mitarbeiter die Angst vor dem Neuen nehmen. Versichern Sie ihm oder ihr, dass Sie am Anfang der ersten 100 Tage zunächst einmal analysieren werden und alle Personen und Prozesse kennen lernen wollen. Kurzfristig können Sie ihm versichern wird sich in der Abteilung nichts ändern. Es sei denn, Sie wurden als neue Führungskraft genau für eine fest definierte Restruktuierungsaufgabe o.ä. eingesetzt.

Rahmenbedingungen für Führungsstil im ersten Mitarbeitergespräch klären

Als letztes Element im ersten Mitarbeitergespräch, können Sie noch Ihre Rahmenbedinngungen oder Eckpfeiler Ihres Führungsstils erklären – natürlich nur sofern Sie schon wissen, welche dies sein sollen. Beispielsweise könnten Sie generelle Dinge, wie Kernarbeitszeiten, wöchentliche Meetings und Protokollierung von Meetings klären.

Ebenfalls können Sie klären, wann und wie oft Sie sich mit den Mitarbeitern abstimmen wollen und inwiefern kurzfristig kurze Abstimmungsrunden möglich sind. Dies müssen Sie natürlich selbst für sich entscheiden, da es im Wesentlichen von Ihnen und auch der Abteilungsgröße zusammenhängt. Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, was Ihnen am Umgang miteinander und untereinader wichtig ist und welchen Anspruch Sie an Arbeitsleistungen haben. Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie dies nicht auf den jeweiligen Mitarbeiter beziehen, denn Sie sind ja zunächst mal in der Analysephase der ersten 100 Tage als Führungskraft.